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Sachsen-Anhalt hat 2 neue Deutsche Meister!

Am 24./25. Juni fanden die Deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu und Ne-Waza statt. Über 250 Kämpfer versammelten sich in Limburg um sich den Titel zu sichern.

95 Vereine aus 14 Bundesländern nahmen an dem Wettkampf über zwei Tage teil. Samstag begannen die Kämpfe der Senioren und U21 im Ju-Jutsu. Die Begegnungen im Ne-Waza wurden am Sonntag ausgetragen.

Sachsen-Anhalt schickte insgesamt 8 Athleten auf die Matte, um sich das begehrte Edelmetall zu sichern. Maxim Germer musste als Erster sein Können beweisen. In der Klasse Senioren -77 Kg kämpfte er sich souverän bis in das Finale durch. Für seinen Teamkollegen Felix Fötzsch, der in derselben Gewichtsklasse startete, lief es dagegen nicht ganz so erfolgreich. Auch er setzte sich gegen seine ersten beiden Gegner durch und stand somit im Halbfinale dem Bayer Johannes Aumüller gegenüber. Hier musste sich Fötzsch leider geschlagen geben und Aumüller ins Finale gegen Germer entlassen. Das Finale der beiden Athleten hätte nicht spannender sein können. Nach einem ständigen Führungswechsel und 3 Minuten Kampfzeit führte allerdings der Schönebecker Maxim Germer und sicherte sich somit den 1. Platz. Felix Fötzsch traf im Kampf um Platz 3 auf seinen Erzrivalen Patrick Sagorski. Leider konnte sich Fötzsch auch hier nicht durchsetzen und musste sich mit dem 5. Platz zufriedengeben. 

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Tom Kornblum startete eine Gewichtsklasse tiefer bei den Senioren -69 Kg. Nach einem sicheren Sieg gegen seinen ersten Gegner traf der Zeitzer auf Kevin Crichton aus Hanau. Nach einem spannenden Schlagabtausch und langer Führung Kornblums konnte Crichton in den letzten Sekunden noch zwei Treffer landen und siegte dadurch mit knapper Führung. Sein 2. Kampf gegen Rosario Gandolfo verlief ähnlich. Die Führung konnte Kornblum zum Ende hin nicht mehr halten und musste sich auch gegen Gandolfo geschlagen geben.

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Die größte Überraschung an diesem Tag war der Wettkampfverlauf von Hannes Krischkofsky. Angeschlagen von einer Grippe und auch nicht in seiner Top-Form durch verschiedene krankheitsbedingte Trainingspausen machte sich Krischkofsky keine großen Hoffnungen. Doch nach dem ersten Sieg schöpfte er neuen Mut und setzte sich bis zum Finale gegen alle seine Gegner durch.  Durch technische Sauberkeit und taktischer Raffinesse besiegte er jeden Gegner entweder vorzeitig durch technisches K.O. oder durch Punktesieg. Im Finale traf Krischkofsky auf den Bernauer Bundeskaderathlet Fridolin Vach. Hier machte sich die Grippe von Krischkofsky leider bemerkbar, weswegen er nicht an die vorherigen Leistungen anknüpfen konnte. Am Ende gewann Vach nach Punkten und Krischkofsky musste sich mit einem sehr guten 2. Platz zufriedengeben.

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Der Zeitzer Johannes Steinbach hat leider keinen guten Tag erwischt. In seiner Gewichtsklasse U21 -85 Kg traf er zuerst auf Yannick Kalupke, welchen er durch technisches K.O. besiegte. Gegen seinen nächsten Gegner musste sich Steinbach allerdings nach einem Fehler im Part 2 durch ein technisches K.O. geschlagen geben. Auch sein nächster Kampf war von Pech verfolgt. Hier trat Steinbach gegen Phelan Göhrmann aus Berlin an. Trotz aller Bemühungen konnte sich Steinbach nicht durchsetzen, verlor somit nach Punkten und landete auf den 7. Platz.

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Das Pech verfolgte Sachsen-Anhalt auch bei den Damen. Laura Herz gewann ihren ersten Kampf vorzeitig und ging dementsprechend motiviert in die nächste Begegnung. Hier ist sie allerdings unglücklich gefallen und kugelte sich den Ellenbogen aus. Verletzungsbedingt musste Herz von der Matte getragen werden und im Sanitätsbereich weiter behandelt werden.

Die Schönebeckerin Josephine Kerger verletzte sich zwar nicht, musste sich aber gegen alle drei Gegnerinnen geschlagen geben und musste ohne Sieg wieder nach Hause fahren.

Somit brachte der Samstag einen Deutschen Meister und einen Deutschen Vize-Meister für Sachsen-Anhalt hervor. Am darauf folgenden Tag schickte Sachsen-Anhalt nur einen Athleten ins Rennen. Cornelius Miller aus Magdeburg betrat die Matte mit dem unbedingten Willen Deutscher Meister zu werden. Und genau dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Nach 3 Kämpfen, die Miller alle vorzeitig gewonnen hat, darf er sich ab jetzt Deutscher Meister nennen.

Somit fuhr das Land Sachsen-Anhalt mit 2x Gold und 1x Silber wieder nach Hause und landete in der Gesamtwertung auf Platz 7. Den Sieg in der Gesamtwertung sicherte sich Hessen, womit das amtierende Bundesland Bayern vom Thron gestoßen wurde.

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