Mitte Juni reisten 2 Athleten zum Europa Cup 2026 im Brazilian Jiu‑Jitsu (BJJ) und Ne‑Waza nach Pitesti (Rumänien). Der Europa Cup zählt zu den bedeutendsten internationalen Turnieren im europäischen Ju‑Jutsu‑Kalender und bietet wichtige Vergleichsmöglichkeiten mit der europäischen Spitze.
Für den SEISHIN Weimar, der in enger Kooperation mit der KSG Zeitz arbeitet, gingen Jara Zink und Pablo Peronaci an den Start. Aus Sachsen reiste Kim Feldmann in der gemeinsame Reisegruppe. Insgesamt waren rund 25 Athletinnen und Athleten des deutschen Bundeskaders des DJJV vertreten.
Intensive Vorbereitung im Bundeskader
Die Teilnahme am Europa Cup war das Ergebnis einer langen und strukturierten Vorbereitung. Neben dem regulären Vereinstraining absolvierten die Athleten zahlreiche Maßnahmen des Bundeskaders, darunter Lehrgänge, Sondertrainingseinheiten und intensives Sparring mit nationalen und internationalen Spitzenkämpfern. Ziel war es, optimal vorbereitet in das Turnier zu starten und wertvolle internationale Erfahrung zu sammeln.
Anreise und organisatorischer Ablauf
Die Reise führte zunächst nach Berlin und anschließend per Flug nach Rumänien. Vor Ort verliefen Anreise, Unterkunft und Organisation deutlich reibungsloser als bei der Europameisterschaft 2024, die vielen Beteiligten noch in Erinnerung war. Die Delegation nutzte die Gelegenheit, die Stadt Pitesti kennenzulernen und sich auf den Wettkampf einzustimmen.
Das offizielle Wiegen verlief ohne größere Schwierigkeiten. Lediglich die Akkreditierung von Christian Zink musste kurzfristig nachgereicht werden, was sich schnell klären ließ. Bei Pablo zeigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die den Wettkampfverlauf später beeinflussen sollte. Er hatte eine ordentliche Sommergrippe abbekommen.
Die Kämpfe von Jara Zink
Kampf 1: gegen Tessa Uschinger (Österreich)
Jara zeigte eine ausgeglichene Leistung und neutralisierte ihre Gegnerin lange Zeit aus der Guard. Kurz vor Ende gelang der Österreicherin ein Sweep sowie die Mount‑Position, wodurch sie die entscheidenden Wertungen erzielte. Der Kampf ging – wie bereits bei einem früheren Turnier – erst in den letzten Sekunden knapp verloren.
Kampf 2: gegen Vitalina Farian (Ukraine)
Im zweiten Kampf präsentierte sich Jara stark. Nach einem Guard‑Pass kontrollierte sie ihre Gegnerin über weite Teile aus der Dreiviertel‑Mount. Trotz mehrerer Versuche gelang es nicht, das Bein vollständig zu befreien und die Position zur Full Mount auszubauen. Die konsequente Kontrolle wurde mit einem Vorteil gewertet, sodass Jara den Kampf verdient gewann.

Die Kämpfe von Pablo Peronaci
Pablo startete gesundheitlich angeschlagen in das Turnier. Nach ärztlicher Rücksprache mussten kurzfristig geeignete Medikamente organisiert werden, die den Anti‑Doping‑Regeln entsprechen.
Kampf 1: gegen Tymofii Bezuhlyi
Sein Gegner zog früh die Guard und setzte direkt einen Angriff auf Pablos Bein an. Im weiteren Verlauf gelang es ihm, die Position zu drehen und eine Aufgabe durchzusetzen.
Kampf 2: gegen Petar Dzudovic
Auch im zweiten Kampf entwickelte sich eine schwierige Bodensituation. Pablo geriet in eine Hebeltechnik, die schließlich zur Aufgabe führte. Trotz großer Einsatzbereitschaft war der Wettkampf für ihn damit vorzeitig beendet.
Wertvolle internationale Erfahrung
Nach dem Wettkampftag ließ die Delegation den Abend gemeinsam ausklingen, bevor am nächsten Tag die Rückreise erfolgte. Für die Athleten aus Thüringen und Sachsen‑Anhalt war der Europa Cup 2026 eine wertvolle Gelegenheit, internationale Wettkampferfahrung zu sammeln und sich mit starker europäischer Konkurrenz zu messen.
Mit einer Silbermedaille durch Jara Zink und wichtigen Kampfleistungen von Pablo Peronaci konnten beide Sportler wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung setzen. Die Erfahrungen aus Rumänien fließen nun in die kommenden Trainingsmaßnahmen ein – sowohl im SEISHIN Weimar als auch in der KSG Zeitz, die gemeinsam junge Talente im Ju‑Jutsu und BJJ fördert.















